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Gewinne des Alterns

Kirsten Mensch, Schader-Stiftung

Mit den geeigneten Ideen, den richtigen politischen und wirtschaftlichen Instrumenten, den passenden Vorbereitungen lassen sich in vielen Lebensbereichen Strukturen schaffen, die sowohl dem Wohle der älteren Menschen als auch dem Wohle anderer Teile der Gesellschaft dienen. Das Projekt „Gewinne des Alterns“ macht sich auf die Suche nach „win-win-Situationen“, in denen die Wünsche und Bedürfnisse der Seniorenberücksichtigt werden und zugleich etwa eine Entlastung der öffentlichen Kassen, ein Abbau familiärer Hilfeleistungen oder eine Befriedung zwischen den Generationen stattfindet.
Der Anteil der über 65-Jährigen wird nach den neuesten Berechnungen im Land Hessen von derzeit ca. 18% ansteigen auf einen Wert zwischen 26% und 28% im Jahr 2030und im Jahr 2050 sogar auf einen Anteil bis über 33%. In anderen Bundesländern sind die Werte ähnlich. In manchen Ländern – oder Landstrichen – könnte auch schon viel früher ein Drittelanteil über 65-Jähriger erreicht sein.

Auch wenn diese Zahlen auf Schätzungen und gesetzten Prämissen basieren, zudem in Frage gestellt werden durch bislang unbekannte, weil in der Zukunft zu verortende Faktoren, die die Bevölkerungsentwicklung in den folgenden Jahrzehnten beeinflussen können, führen die Vorausrechnungen dennoch zu wissenschaftlicher, politischer und öffentlicher Aufmerksamkeit.

Diese Aufmerksamkeit zeigt nicht nur Wirkungen in Politik undGesellschaft, sondern kann auch genutzt werden, um die Frage nach dem richtigen Umgang mit dem demographischen Wandel grundsätzlich zu stellen. Zwei Seiten der Medaille geraten dabei in den Fokus: Wie wird es den vielen Alten in Zukunft ergehen? Und: Wie kann die Gesellschaft all diese alten Menschen (er)tragen? Auf beiden Seiten werden Ängste geschürt. Die Ängste der Gesellschaft berühren Aspekte wie: 

  • die Alten als „Soziallast“,
  • das Aufkommen von Generationenkonflikten,
  • die politische Dominanz der Alten, die im Gegensatz zu dem immer kleiner werdenden Bevölkerungsanteil der Kinder und Jugendlichen über Stimmrecht verfügen, und
  • raumbezogene Konsequenzen aus dem Wegzug der Erwerbstätigen aus bestimmten Regionen und dem Verbleib „nur noch“ der Alten.


Lesen Sie hier den gesamten Artikel von Kirsten Mensch.